04.09.2022 bis 02.10.2022:

Ausstellung "Mädchen, Männer und Moneten"

Bilder des Hückeswagener Fotographen Hans Dieter Schmitz 

Der Hückeswagener Fotographen Hans Dieter Schmitz zeigt im Kultur-Haus Zach eine neue Foto-Ausstellung. Unter dem Titel „Mädchen, Männer und Moneten“ werden vom 04.09.2022 bis zum 02.10.2022 rund 40 Bilder zu sehen sein. Bei den Bildern, die immer Personen in Farbe, aber auch in schwarz-weiß zeigen, geht es um verschiedene Alltagsthemen wie beispielsweise Leben, Familie, Alter, Verführung oder arm und reich. Dabei erzählen die Personenprofile sowie die eingefangene Szene, in der sich die Personen befinden, ganze Geschichten und regen zum Nachdenken an. Mit Betrachtung der Bilder, die zum Teil auch als großformatige Fotos gezeigt werden, steht die Beziehung zwischen Mann und Frau sowie zum Geld im Vordergrund. Mit diesem Blick verändert sich bei vielen der dargestellten Szenen auch die Wahrnehmung des Betrachters.

Entstanden ist die Idee für diese Bilderreihe bei dem Hückeswagener Fotographen bereits Ende der 60-er Jahre. Damals war Hans Dieter Schmitz beim Fotozirkel in Remscheid, der eine Landesfotoschau ausgerichtet hat. Hier wurden auch Fotos prämiert und eins der Siegerfotos trug damals den Titel "Mädchen, Männer und Medaillen". Diesen Titel griff Schmitz auf und über die Zeit entwickelte sich die Idee zur neuen Ausstellung. Über Jahre hat er hier passende Situationen von Personen mit der Kamera eingefangen und jetzt ist es endlich soweit, die Fotos in einer Ausstellung der Öffentlichkeit zu präsentieren. Viele der Bilder, die im Kultur-Haus Zach gezeigt werden, wirken auf dem ersten Blick harmlos, halt wie eine ganz normale Alltagsszene. Doch wenn man diese unter dem Aspekt "Mädchen, Männer und Moneten" betrachtet, wirken diese eigentlich harmlosen Szenerien zum Teil ein Stück weit anrüchig, thematisieren gesellschaftliche Rollenbilder oder erzielen beim Betrachter ein Augenzwinkern. Insbesondere die Darstellung von Frauen in der Werbung ist eins der Themen, die mit den Fotos verdeutlichen werden. So wird in der Werbung häufig die Welt der Reichen und Schönen gezeigt, obwohl es in der Realität viele Menschen gibt, die sich dies nie leisten können und in einer ganz anderen Welt leben. Häufig wird die Frau auch als Werbefigur genutzt, um damit Geld zu machen. Dabei wird auch eine sexistischen Pose und Darstellung in Kauf genommen, was von den Konsumenten meist auch einfach so hingenommen wird,. Daher möchte Schmitz nicht nur schöne Fotos zeigen, sondern auch ein wenig den kritischen Blick schärfen. Dennoch soll die Ausstellung mit den Bilder nicht nur mit dem erhobenen Zeigefinder auf den Betrachter wirken, sondern auch das eine oder andere Schmunzeln erzeugen, denn es sind auch eine ganze Reihe an witzigen Alltagssituationen zu sehen. Wer kennt nicht die Szenerie beim Shoppen in den Städten, wo Männer gelangweilt auf der Bank vor dem Geschäft auf Ihre Frauen warten und darauf hoffen, dass nicht so viel Geld ausgegeben wird.

Geboren wurde Hans Dieter Schmitz im Jahr 1943 in Polch im Kreis Mayen-Koblenz und zog 1964 nach Hückeswagen, wo er auch noch heute lebt. Seine Liebe zur Fotographie begleitet ihn schon sein gesamtes Leben. So wurde er beispielsweise im Jahr 1968 mit dem „Deutschen Jugend Photopreis“ ausgezeichnet. Weitere Auszeichnungen folgten bei verschiedenen Fotowettbewerben, u.a. beim Westermann Monatsheft. 1970 war er Studienteilnehmer der Famous Photographers School und 1994 ließ er sich für das Photografenhandwerk in die Handwerksrolle eintragen und ist seither als selbstständiger Fotograf tätig. Schmitz war auch schon mit seinen Aufnahmen bei verschiedenen Ausstellungen zu sehen, u.a. im Stadt-Theater Remscheid und bei der Fotoausstellung „Kunst und Kultur“ zum 40-jährigen Jubiläums des Landes Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Aber auch bei Gemeinschaftsausstellungen waren seine Fotoaufnahmen zu sehen, u.a. in Linz in Österreich oder in Karlsruhe. Erst im Frühjahr letzten Jahres wurde der Hückeswagener Fotograph beim internationalen Fotokunst-Wettbewerb "Trierenberg Super Circuit 2021" für sein Fotobeitrag "Die fremde Frau auf dem Rad" mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

Eröffnet wird die Ausstellung mit der Vernissage am Sonntag um 11:00 Uhr. Danach ist die Ausstellung zu den regulären Veranstaltungen im Kultur-Haus Zach oder nach vorheriger Terminvereinbarung bis zum 02.10.2022 zu sehen. Bezüglich der individuellen Terminabstimmung kann man sich unter der Rufnummer 02192 / 4455 mit Hans Dieter Schmitz in Verbindung setzen. Aber auch an den beiden Altstadtfesttagen ist die Ausstellung für Besucher in der Zeit von 11:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Hier wird der Fotograph auch immer wieder persönlich vor Ort sein, um ins Gespräch mit den Besuchern zu kommen oder Hintergründe zu seinen Bildern zu geben. Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                   

Öffnungszeiten: Während der regulären Veranstaltungen im Kultur-Haus Zach

Eintritt: frei



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